Im S/4HANA-Programm der Berliner Wasserbetriebe entscheidet die Trennung von aktiv genutzten Netz-, Instandhaltungs- und Kundenunterlagen von historischer Altlast darüber, wie schlank Migration, Test und späterer Betrieb wirklich werden.
Bei den Berliner Wasserbetrieben läuft mit dem Stabsprojekt SAP S/4HANA bereits die technische und organisatorische Vorbereitung für Systembereitstellung, Migration und Testing. In dieser Phase wird erfahrungsgemäß sichtbar, wie stark gewachsene Belegbestände, technische Dokumentationen und Altsysteme die Umstellung in Netzbetrieb, Instandhaltung und Abrechnung mitprägen.
Für Wasser- und Abwassernetze sammeln sich Auftragsdokumente, Wartungsprotokolle, Störungsunterlagen, Pläne und technische Anlagenakten über viele Jahre an. Für S/4 ist entscheidend, welche Unterlagen operativ an Equipments, Technischen Plätzen und Meldungen gebraucht werden und was aus dem Produktivsystem herausgelöst werden kann.
Im Kundenumfeld wachsen Anschlussakten, Zählerwechselbelege, Ableseunterlagen, Schriftverkehr und Dokumente zu Ein- und Ausbauten kontinuierlich. Diese Bestände wirken direkt auf IS-U-nahe Prozesse, Belegvolumen und Suchaufwände in Migration und Fachtests.
In der Wasserwirtschaft entstehen Prüfprotokolle, Analysedokumente, Freigaben und betriebliche Qualitätsnachweise mit langer Vorhaltezeit. Für die S/4-Umstellung lohnt sich eine klare Zuordnung, welche Nachweise im Zugriff der Fachbereiche bleiben müssen und welche revisionssicher separat geführt werden können.